DLNA VidiPath: Pay-TV via Heimnetzwerk

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Pay-TV-Inhalte per Heimnetzwerk streamen? Das klappt schwerlich auf legalem Weg. Die neue Technologie VidiPath von DLNA möchte dies ändern.

Amsterdam – Die Digital Living Network Alliance (DLNA) ist keine unbekannte Größe im Heimnetzwerk-Streaming. Der Industriezusammenschluss zertifiziert die Endgeräte seiner Mitgliedsunternehmen nach einer Funktionsprüfung. Zur Broadcastmesse IBC in Amnsterdam startete die DLNA ein neues Zertifizierungsprogramm: VidiPath soll es küntig ermöglichen, Pay-TV-Content sicher auf entsprechend zertifizierte Endgeräte wie Set-Top-Boxen oder Tablets zu streamen. Die DLNA startete das Zertifizierungsprogramm am 11. September. 15 Mitgliedsunternehmen sollen sich derzeit um eine Zertifizierung bemühen, so eine Präsentation der DLNA in Amsterdam.

Erste Endgeräte werden demnach im 4. Quartal 2014 erwartet. Dabei richtet sich VidiPath speziell an B2B-Gerätehersteller, die Streaming-Boxen oder eben auch Apps für Pay-TV-Sender entwickeln möchten. VidiPath verwendet kein DRM – also Digital-Rights Management-Systeme wie Microsofts Playready oder Apples Fairplay. Nein, VidiPath setzt auf DTCP/IP: Die Digital Transmission Content Protection over IP ist ein Netzwerk-Protokoll, das die verschlüsselte Übertragung von Inhalten ermöglicht. Nur entsprechend zertifizierte DTCP/IP-Clients können die Inhalte wiedergeben. Sollte eine Schwachstelle bekannt werden, lassen sich einzelne Endgeräte sperren. Filmstudios sollen diesen Standard ebenso wie VidiPath untersützen. Auch BSkyB sei beispielsweise an Bord.

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Autor

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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