RME mit vier neuen Produkten zum 20.

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Mit vier neuen Produkten feiert Audiointerface-Spezialist RME seinen 20. Geburtstag auf der Musikmesse 2016 in Halle 9.1. Mit dem MADIface Pro, dem UFX+ und dem ADI-2 Pro stellt RME drei neue Interfaces vor.

Musiker und Toningenieure kennen und schätzen RME für dessen solide und qualitativ hochwertige Audiointerfaces. Markenzeichen von RME sind nicht nur ausgezeichnete AD- und DA-Wandler und Mic-Vorverstärker, sondern auch eigens entwickelte Treiber mit niedrigen Latenzen – stets sowohl für Windows wie für Mac OS. Grund genug also, den 20. Geburtstag gehörig zu feiern – und sich selbst mit vier neuen Produkten zu beschenken.




Unter den vier Neuheiten ist RMEs neues Interface-Flaggschiff UFX+ (Bild oben), sozusagen der große Bruder des UFX, das weiterhin erhältlich sein wird. Das UFX+ kommt mit USB 3.0 sowie Thunderbolt – das erste Thunderbolt-Interface von RME überhaupt. Die höhere Bandbreite von USB 3.0 braucht das Interface – denn die Zahl der verfügbaren Kanäle hat RME deutlich erweitert. Nicht nur zwei optische ADAT Ein- und Ausgänge sind an Bord, sondern auch zwei optische MADI-Ports, die jeweils 64 Audiokanäle in beide Richtungen übermitteln können mit je 48 kHz Abtastrate. Hinzukommen vier hochkarätige Mic-Pres an der Frontseite sowie acht symmetrische Ein- und Ausgänge für Line-Pegel an der Rückseite. Laut Entwickler Matthias Carstens bringt Thunderbolt allenfalls eine etwas bessere Perfomance als USB 3.0. RME betont generell, dass die USB-Schnittstelle ausgereift und flott genug ist, um beispielsweise die 128 MADI-Kanäle mühelos zu transportieren. Für das Interface bringt RME zudem eine USB-Steuerungseinheit, die ARC USB. Sie soll zunächst nur als Steuerung für das UFX+ dienen, später allerdings, so Carstens, sollen sich damit auch andere Interfaces steuern lassen. Laut RME wird das UFX+ ab Juli / August erhältlich sein und rund 2700,- Euro kosten.

RME ADI-2 ProDer zweite Knaller von RME ist der Highend-AD/DA-Wandler ADI-2 Pro. Das USB-Interface dient als Referenzwandler – etwa zum Abhören oder Mastern. Das ADI-2 Pro ist eine Audioschnittstelle mit sechs Eingangskanälen und acht Ausgangskanälen – darunter AES-3 und SPDIF Ein- und Ausgänge.

Der hochkarätige AD- und DA-Wandler beherrscht Abstastraten bis 768 kHz für PCM und liefert auch das Ein-Bit-Format DSD mit bis zu 11,2 MHz Abstastrate. Damit spricht der ADI-2 Pro gerade auch die Fans von hochauflösendem Audio an, die auf der Suche nach feinster Qualität in immer wildere Dimensionen vorstoßen. Der ADI-2 Pro kann dabei auch als Abtastratenwandler fungieren: Das Interface konvertiert etwa Audiomaterial von einer CD mit 44,1 kHz auf 192 kHz hoch – was technisch nichts an der Audioqualität ändert. Zudem sind zwei hochwertige Kopfhörerverstärker mit 0,1 Ohm Impedanz und einer Leistung von satten zwei Watt je Kopfhörerverstärker an Bord.




Das ADI-2 kann noch mehr: Das grafische Farbdisplay zeigt beispielsweise verschiedene Informationen: Etwa einen 30-Band Analyser zur Übersicht über die Frequenzverteilung des Audiomaterials. Eine Klangbearbeitung erlauben zudem ein 5-Band parametrischer Equalizer sowie ein Bass- und Höhenregler wie bei einer Hi-Fi-Anlage. Der ADI-2 Pro wird rund 1400 Euro kosten.

RME MADIface ProDie dritte Neuvorstellung hat es kaum weniger in sich: RME bringt zu dem Babyface Pro eine weitere Version – das MADIface Pro. Es ähnelt dem Babyface optisch und technisch in den analogen Ein- und Ausgängen. Statt zweier optischer ADAT/SPDIF In und Outs setzt das MADIface allerdings auf MADI, und bietet somit satte 64 digitale Ein- und Ausgänge. In Verbindung mit einem passenden Wandler, wie beispielsweise dem nun erhältlichen Ferrofish A32 (unten), der von RME vertrieben wird, mutiert das kleine MADIface dann zum leistungsfähigen Recording-Interface, mit dem sich selbst Aufnahmen größerer Orchester durchführen lassen. Für die Kanalzahl des MADIface reicht dennoch die USB-2.0-Schnittstelle – wie die RME-Mitarbeiter vor Ort betonten. Das MADIface soll rund 1200 Euro kosten und – wie die anderen Neuheiten – ab Juli / August erhältlich sein.

Ferrofish A32

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Autor

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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