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SES und Fraunhofer HHI übertragen Virtual Reality via Satellit auf IBC

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Virtual Reality in 10K x 2K: Fraunhofer HHI und SES demonstrieren auf der IBC die Übertragung eines Panorama-Videosignals via Satellit.

Immersiv in der virtuellen Realität (VR): SES S.A. und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin werden auf der diesjährigen IBC die Übertragung eines 10K x 2K-Panorama-Videosignals via Satellit an mehrere Endgeräte demonstrieren. Das Panorama-Signal wird am SES-Stand empfangen und auf einem UHD-Bildschirm sowie auf mehrere Head-Mounted-Geräte für virtuelle Realität (VR) ausgegeben. Der Zuschauer kann dabei einen Blickwinkel auswählen, heran- und herauszoomen, das Bild auf dem TV-Bildschirm mit einer einfachen Fernbedienung drehen oder sich für das Tragen eines VR-Headsets entscheiden, auf das das Videosignal zeitgleich ausgegeben wird.



Für die Demonstration werden Panoramaaufnahmen, die mit der am Fraunhofer HHI entwickelten OmniCam-360 erstellt wurden, via Astra 19,2 Grad Ost von SES übertragen. Es handelt sich dabei um eine 360-Grad-Aufnahme einer Darbietung des Konzerthausorchesters Berlin, die bereits seit dem 13. März über Arte Concerts abrufbar ist. Damit möchten das Fraunhofer HHI und SES einen Eindruck davon vermitteln, wie eine VR 360-Grad-Übertragung künftig aussehen kann. Ziel ist es, dem Zuschauer eine lebensechte immersive Erfahrung zu bieten, bei der er zumindest gefühlt Teil einer Veranstaltung ist. Ein neuartiges Zuschauer-Erlebnis, egal ob es sich bei den Events um Sport, Konzerte oder eine Unterhaltungs-Shows handelt.

OmniCam-360

Die OmniCam-360 arbeitet mit Spiegeln, um die Parallaxe der einzelnen Kameras möglichst gering zu halten.

Bereits diesen Februar konnte das Fraunhofer HHI die Fähigkeiten der OmniCam-360 unter Beweis stellen. Zu dem Zeitpunkt streamte das Forschungsinstitut ein Konzert der Berliner Philharmoniker live über die Digital Concert Hall (DCH) des Orchesters. Zur Broadcastmesse NAB in Las Vegas stellte das HHI eine 3D-Variante seiner vormals 2D-fähigen OmniCam-360 vor. Sie ist mit 20 einzelnen Kameras statt der zehn Kameras ausgestattet, mit der die 2D-OmniCam-260 arbeitet.

„Wir verwenden hier eine Kombination aus verschiedenen Technologien, um zu demonstrieren, was durch die Nutzung von Hybrid-Ansätzen möglich ist“, kommentiert Dr. Ralf Schäfer, Leiter der Videoabteilung am Fraunhofer HHI, die Demonstration auf der IBC. „Es gibt auf der ganzen Welt kein Stadion, das genügend Plätze für alle begeisterten Fans bietet. Stellen Sie sich also ein Live-Event irgendwo auf der Welt vor – gefilmt mit professionellen Kameras wie unserer OmniCam-360 und dann via Satellit für ein riesiges weltweites Publikum übertragen. Und jeder einzelne Zuschauer zu Hause hat dabei den besten Platz mitten in der Show.“

OmniCam-360

Die OmniCam-360 bei Außenaufnahmen mit einem Surround-Mikrofonsetup, copyright Thomas-Koch

Auch Thomas Wrede, Vice President Reception Systems bei SES, zeigte sich von der Demonstration begeistert: „Satelliten sind der beste Übertragungsweg für diese neuen Arten von Videoerfahrungen, da sie die Übertragung von enormen Datenmengen bewältigen, ohne die terrestrischen Netze zu belasten. Außerdem ermöglichen Technologiestandards wie SAT>IP den Zuschauern zuhause nicht nur ein Gerät auszuwählen – den TV-Bildschirm, das Tablet oder VR Geräte –  sondern sie können zudem auch ihre bevorzugte Position beim Ansehen auswählen.“

Quelle: Pressemeldung Fraunhofer HHI

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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2 Kommentare

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