ISE 2017: Laser- und 4K-Projektoren von Panasonic, Sony und Optoma

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Projektorenschau auf der ISE 2017: Panasonic führte neue Laserprojektoren für den Eventtechnik-Bereich vor. Sony konzentrierte sich dagegen auf Business- und Heimkinokunden, und Optoma zeigte sein bereits zur CES 2017 vorgestelltes UHD-Heimkino-Schnäppchen.

Panasonic stellte die professionellen Eventtechnik-Laserprojektoren der PT-RZ21K-Serie vor. Die Modelle arbeiten mit drei DLP-Chips als bildgebende Elemente und mit einem Laser-Leuchtmittel. Die Objektive der bisherigen 3-Chip-DLP-Projektoren sollen sich auch für die neue Serie verwenden lassen. Eduard Gajdek, Produktmanager von Panasonic, erläuterte die Vorteile des Lasers. Die Helligkeit der Laser-Leuchtmittel nehme sehr viel langsamer ab, als die der HMI-Metalldampflampen. Daher sei die durchschnittliche Helligkeit über einen längeren Zeitverlauf deutlich konstanter. Zudem sind die Laser den Metalldampflampen natürlich in puncto Lebensdauer überlegen.

Der Laserprojektor PT-RZ21K erreicht mit seinem Laser-Leuchtmittel eine Helligkeit von rund 20.000 Lumen bei einer Auflösung von WUXGA (1920 x 1200 Pixel). Das Modell PT-RS21K bietet SXGA+ Auflösung (1400 x 1050 Pixel). Die Modelle sollen ab Herbst 2017 erhältlich sein, kamen jedoch bereits für Panasonics-Bühnen-Show auf der ISE zum Einsatz.

Panasonic PT-RZ21K

Einen professionellen Laserprojektor mit 4K-Auflösung hat Panasonic bereits seit Januar im Angebot. Der PT-RQ32 liefert gut 26.000 Lumen. Dabei arbeitet der PT-RQ32 nicht mit DMD-Chips in nativer 4K-Auflösung. Vielmehr verwendet der Projektor eine Pixelshift-Technik, die zusammen mit einer vierfachen Bildfrequenz eine 4K-Auflösung erzielen soll. Der Vorteil, so Gajdek, liege darin, dass der PT-RQ32 mit bestehenden Objektiven arbeiten könne. Das dürften die Verleiher gerne hören – schließlich kosten die passenden Objektive mehrere tausend Euro.

Sony-Laserprojektoren für Business und Heimkino

VPL-PHZ10

Sony zeigte ebenfalls zwei Laserprojektoren – allerdings für andere Anwendungen: Der VPL-PHZ10 und VPL-PWZ10 sind Business-Projektoren, die sich gerade auch für den Installationsbereich eignen. Während der VPL-PHZ10 WUXGA-Auflösung bietet, erreicht der VPL-PWZ10 WXGA-Auflösung. Beide Projektoren liefern eine Helligkeit von 5.000 Lumen. Dabei sollen die Laser-Leuchtmittel hochgerechnet 20.000 Stunden durchhalten, was sich in einem  Dauerbetrieb allerdings auf 12.000 Stunden beschränken würde. Durch die lange Lebensdauer lassen sich die 3-LCD-Projektoren wartungsfrei betreiben – hilfreich etwa bei einer Deckenmontage.

VPL-VZ1000ES

Für den Heimkinobereich war Sonys neuer Kurzdistanzprojektor VPL-VZ1000ES zu sehen. Das Modell arbeitet ebenfalls mit einer Laser-Lichtquelle, verwendet aber ein SXRD-Panel als bildgebendes Element. Der Hersteller gibt die Auflösung mit 4K an, im Heimbereich wird 4K jedoch oft auch synonym mit UHD verwandt. Zudem beherrscht der Kurzdistanz-Projektor, den Sony bereits auf der CES 2017 vorgestellt hatte, auch die HDR-Techniken (High Dynamic Range) HDR10 für UHD-Blu-ray-Discs und HLG (Hybrid Log Gamma). In einem Wandabstand von 26 cm liefert der VPL-VZ1000ES ein Bild mit 120 Zoll Bilddiagonale (305 cm). Aus 15,5 Zentimetern noch ein 100 Zoll großes Bild (254 cm). Die Trapezkorrektur soll dabei rein optisch per Lens-Shift-Objektiv erfolgen. Das Modell soll für unter 20.000 Euro im April 2017 in den Handel kommen.

Optoma UHD-Projektor UHD60

Optoma UHD60

Für Heimkino-Enthusiasten eine weitere spannende Neuheit ist der Optoma UHD60-Projektor, der mit Texas Instruments neuem UHD-DLP-Chip ausgestattet ist. Laut einem Medienbericht erreicht der DLP-Chip tatsächlich nur die halbe UHD-Auflösung, die volle Bildpunkteanzahl von 3840 x 2160 erzielt Optoma demnach durch eine Pixel-Shift-Technik. Zu einem Preis von unter 3.000 Euro verspricht das Modell dennoch UHD-Heimkino mit  rund 3.000 Lumen Helligkeit sowie High Dynamic Range (HDR) mit HDR10. Sicherlich ein verlockendes Angebot für Heimkinofans.

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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