Lawo stellt mc²96-Konsole für IP-Umgebungen vor

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Premiere bei Lawo auf der NAB Show: Der Rastätter Mischpulthersteller präsentiert seine neue mc²96-Konsole, die Lawo eigens für IP-basierte Produktionsumgebungen entwickelt hat. Das neue Lawo-Flaggschiff unterstützt die wesentlichen Standards SMPTE 2110, AES67, Ravenna und Dante.

Das Lawo mc²96-Mischpult wird in verschiedenen Rahmengrößen von 24 bis 200 Kanalzügen angeboten. Lawo verspricht die gleiche solide Qualität wie bei seiner mc²90-Serie. Die mc²96-Konsole verfolgt jedoch ein völlig neues visuelles Konzept. Das mc²96-Pult besitzt 21,5-Zoll Full-HD-Touchscreens und zudem zahlreiche kleine Farb-TFT-Displays in den Kanalzügen. Zusammen mit berührungsempfindlichen, farbkodierten Drehknöpfen soll dies einen raschen Überblick gewährleisten.

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Pfiffig: Als erster Hersteller weltweit setzt Lawo bei seiner neuen Produktionskonsole sogenannte Live-View Video-Vorschaubilder ein. Zusätzlich zur Standard-Kennzeichnung via Kanalnummern, Text-Labels und statischen Bildern oder Icons besitzt das mc²96 Echtzeit-Video-Thumbnails für eine unmittelbare Kanal-Erkennung. Berührt der Toningenier einen Fader, wechselt die Live View Vorschau auf Vollbildmodus auf einem der 21,5-Zoll-Monitore und ermöglicht so eine großzügige Ansicht der zum Kanal gehörenden Videoquelle, etwa einer Kamera oder einem Zuspieler.

Lawo mc²96: IP Share für vernetzte Umgebungen

Das mc²96 wurde für die Produktion in komplexen IP-Strukturen entwickelt. Neben den bereits erwähnten Protokollen SMPTE 2110, Ravenna, AES67 und Dante werden natürlich auch Audioformate wie MADI (AES-10) untersützt. Mehrere Konsolen lassen sich mit  Dallis I/O-Stageboxen vernetzen und können somit gemeinsam darauf zugreifen. Da in diesem Fall mehrere Toningenieure unterschiedliche Vorverstärker-Einstellungen vornehmen können, kommt die sogenannte IP-Share Network Gain Compensation ins Spiel. Sie gleicht Pegeländerungen auf bis zu acht vernetzten Konsolen aus und passt unterschiedliche analoge Gain-Einstellungen verschiedener Toningenieure auf der digitalen Ebene an.

3D-Audioproduktionen und Loudness-Metering

Für 3D- beziehungsweise immersive Audioproduktionen ist das mc²96 nicht nur mit Surround-Panning ausgestattet, sondern bietet zudem serienmäßig einen Elevation-Controller. Zudem beherrscht das mc²96-Pult ein Loudness Metering konform zu ITU 1770 (EBU/R128 oder ATSC/A85). Neben den Summen oder Bussen für die Sendeausspielung lässt sich das Loudness Metering auch für einzelne Kanäle anwenden, wodurch sich Setups mit vielen Mikrofonen dank visueller Hilfestellung leichter mischen lassen sollen.

Das neue Flaggschiff von Lawo kann auch im Mehrbenutzer-Modus betrieben werden, wobei 96 Drehregler in jeder der 16-Fader-Kassetten auf alle Parameter direkt zugreifen können und dadurch ein zusätzliches Zentralbedienfeld geschaffen wird. Die Farbkodierung der Bedienelemente verspricht zusammen mit den hochauflösenden Farb-TFT-Displays einen perfekten Überblick. Anwender können nun in ihrer Bay viele eigene freie Control-Layouts individuell programmieren, abspeichern und wieder aufrufen.

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Lawo mc²96: Für Broadcast und Theater

Das Pult ist für Anwendungen im Bereich Broadcast und Theater ausgelegt und bietet eine Reihe von innovativen Misch-Assistenz-Systemen, die es dem Toningenieur ermöglichen, sich allein auf die Klangqualität zu konzentrieren. Zusätzlich zu Lawos renommierter Audio-follow-Video-Funktionalität hilft das Mischpult auch mit einer Automisch-Funktion, die automatisch die Pegel von aktiven und inaktiven Mikrofonen anpasst und dabei für einen gleichmäßigen, natürlich klingenden Hintergrund-Geräuschteppich sorgt. Das Pult bietet auch Lawos Upmix-Funktion, welche die Wandlung von Stereo-Signalen auf einen erstaunlich authentischen Surround-Sound garantiert und unterstützt außerdem Kick 2.0, Lawos automatisierte Close-Ball-Mixing-Lösung für Sportarten wie Fußball, Hockey und Basketball.

Für größtmögliche I/O-Flexibilität bietet das mc²96 Plug and Play-Interfacing zu allen Lawo Dallis Stageboxen einschließlich AoIP-Optionen, zu Lawo A-Line Interfaces sowie zu Nova Routern. Local-I/Os bieten umfassende Konnektivität mit 16 hochwertigen Mic/Line Inputs, 16 Line Outputs, 8 AES3 Inputs und Outputs, 8 GPIOs plus einen lokalen MADI-Port (SFP). Ein eingebauter Switch bietet 4 Ethernet-Ports mit Netzwerk-Konnektivität über zwei redundante SMPTE2110 / AES67 /Ravenna Ports mit unterbruchungsfreiem Protection Switching.

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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