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Blackmagic Design integriert Fairlight Audiotools in DaVinci Resolve 14

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Letzten September hatte Blackmagic Design den australischen Audiopionier Fairlight übernommen. Auf der NAB (22. – 27. April) stellte Blackmagic Design die neue Version des Post- und Farbkorrektur-Systems Davinci Resolve 14 vor. Jetzt inklusive Fairlight-Audiobearbeitung.

Der australische Hersteller Blackmagic Design gehört zu den umtriebigsten der Branche: Mit seinen günstigen ATEM-Bildmischern und Studiokameras schließt er auch kleinere Online-Videoproducer in seinen Kundenkreis ein. Zugleich geht Blackmagic Design beharrlich auf Einkaufstour: 2009 übernahm er Produkte von Davinci und bietet seitdem mit Resolve ein leistungsfähiges Farbkorrektur- und Post-System, das auch in einer kostenlosen Beta-Version erhältlich ist. Als der australische Audiopionier Fairlight letztes Jahr zum Verkauf stand, schlug Blackmagic Design wiederum kurzerhand zu.

Bereits am 24. April veröffentlichte Blackmagic Design mit der neuen Version Davinci Resolve 14 ein umfangreiches Update. Die Australier versprechen sich davon nichts geringeres, als die Postproduktion komplett zu revolutionieren. Blackmagic Design möchte mit der neuen Version festgefahrene Arbeitsabläufe in der Nachbearbeitung durchbrechen und eine neue Ära für kleine wie große Bearbeitungshäuser einläuten.

Davinci Resolve 14: zehnmal bessere Leistung

So verspricht Blackmagic Design etwa eine zehnmal flottere Leistung, indem die neue Software-Version die Ressourcen von CPU- und GPU effektiver nutzt. Dadurch sollen sich beispielsweise Verzögerungen verringern und Bildschirm-Aktualisierungen beschleunigen. Zudem unterstützt Davinci Resolve 14 Apples Grafiktechnologie Metal. Damit soll Davinci Resolve 14 selbst bei langen Timelines mit tausenden Video-Clips rasch auf Nutzereingaben reagieren, das Scrubbing und die Wiedergabe ohne Zeitversatz erfolgen. Selbst rechenintensive Videoformate wie H.264 sollen sich in 4K-Auflösung auf einem Laptop schneiden lassen. Natürlich hängt dies immer auch von der Leistungsfähigkeit des verwendenten Systems ab.

Blackmagic Design DaVinci Resolve 14

Davinci Resolve 14 mit Fairlight-Audiobearbeitung

Mit den Fairlight-Audiotools, die nun in Davinci Resolve 14 integriert sind, dient das System zugleich als Audiopostproduktions-Suite. Da Coloristen und Audiomischer in der Regel unterschiedliche Talente mitbringen, erlaubt Resolve 14 einen Multiuser-Zugriff. So können mehrere Anwendern zeitgleich an einem Projekt arbeiten, beispielsweise unabhängig voneinander am Schnitt und an der Audiomischung.

Somit beinhaltet Davinci Resolve 14 drei Anwendungen – sowohl den Schnitt, die Farbkorrektur wie die neue, Fairlight-basierte Audiobearbeitung. Anwender sollen mühelos zwischen den Arbeitsoberflächen für Schnitt, Farbkorrektur und Audio wechseln können. Durch die Möglichkeit, parallel verschiedene Bearbeitungsschritte vorzunehmen, könnte Resolve 14 die Postproduktion entscheidend verändern, so der Hersteller. Die Arbeitsschritte müssen zumindest technisch nicht mehr zwingend nacheinander erfolgen. Dies soll Cutter, Coloristen und Tonmeister mehr Freiraum bringen. Allerdings bedingen sich manche Arbeitsabläufe auch gegenseitig: Die Tonmischung lässt sich nunmal erst nach einem fertigen Schnitt komplett abschließen. Wie von vorhergehenden Software-Versionen gewohnt, bietet Blackmagic Design auch von Davinci Resolve 14 eine Public-Beta-Version zum kostenlosen Download auf seiner Website.

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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