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Panasonic stellt AU-EVA1 Super 35 mm Cine-Kamera vor

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Panasonic zeigte auf der Cine Gear Expo 2017 in Los Angeles erstmals die neue Cinekamera AU-EVA1. Sie ist mit einem 5,7K-Sensor im Super-35-mm-Format ausgestattet und lässt sich dank EF-Bajonett mit den verbreiteten Canon-Objektiven bestücken. Wie die anderen Modelle der Varicam-Reihe bietet sie zwei native ISO-Empfindlichkeiten.

Mit der AU-EVA1 möchte Panasonic die Lücke zwischen ihrer neuen Spitzen-Fotokamera GH5 und der Cinekamera Varicam LT schließen. Die AU-EVA1 ist eine professionelle 5,7K Super 35 mm Cinekamera. Mit der höheren Sensor-Auflösung sollen auch herunterskalierte Bilder mit einer Auflösung von 4K, 2K, 1080p und selbst 720p einen höheren Schärfeeindruck aufweisen.

Panasonic AU-EVA1: zwei native ISO-Empfindlichkeiten

Zudem arbeitet die AU-EVA1 mit zwei nativen ISO-Empfindlichkeiten wie die übrigen Panasonic Varicam-Kameras. Mit darauf abgestimmten Schaltkreisen kann der Kamera-Operator mit zwei ISO-Einstellungen – bei der Varicam 800 und 5.000 ISO – mit nahzu gleichem Grundrauschen arbeiten. Denn höhere ISO-Angaben bei Fotokameras wie 25.000 ISO werden selbstverständlich mit einem höheren Rauschen bezahlt – bei der Verstärkung eines elektrischen Signals und dem Grundrauschen eines Bildsensors unvermeidlich. Eine Empfindlichkeit von ISO 5.000 ohne höheres Rauschen erleichtert die Arbeit bei wenig Licht dagegen beträchtlich. Die beiden ISO-Einstellungen der AU-EVA1 stehen derzeit noch nicht fest. Die Kamera werde aktuell noch getestet, um die am besten geeigneten Einstellungen herauszufinden, so Nela Pertl, EMEA Marketing Manager bei Panasonic in der Pressemeldung des Herstellers.

Panasonic AU-EVA1

Die Panasonic AU-EVA1 von der Seite.

V-Log: erweiterter Kontrast- und Farbumfang

Hinzukommt die Aufnahme mit einer logarithmischen Übertragungsfunktion (OETF) von Panasonic. Mit V-Log / V-Gamut vergrößern sich der Helligkeits- und Farbumfang der EVA1-Aufnahmen. Die V-Log-Kurven sollen dabei denen der Varicam-Cinekameras entsprechen. Auch für seine DSLM-Kamaras GH4 und GH5 bietet Panasonic eine V-Log-Aufnahmekurve. Ohne Nachbearbeitung wirken Aufnahmen mit V-Log flau. Erst, wenn die passende V-Log-Kurve in die Editing-Software geladen wird, spielt V-Log seine Vorteile tatsächlich aus. Daher müssen die entsprechenden Kurven für das jeweilige Schnittprogramm vorliegen.

EF-Mount und ND-Filter

Ein cleverer Schachzug von Panasonic ist es, die AU-EVA1 mit einem EF-Bajonett auszustatten. Damit lassen sich die weit verbreiten Canon-kompatiblen Objektive verwenden, wie sie von verschiedenen Herstellern gefertigt  werden. Darunter sind ebenfalls Cine-Linsen mit EF-Mount mehrerer Hersteller erhältlich, die als Prime- oder Zoom-Linsen mit ihrer höheren Lamellen-Anzahl eine feineres Bokeh liefern. Hinter der Objektivhalterung ermöglicht ein variabler ND-Filter, die eintreffende Lichtmenge um 2, 4 oder 6 Blendenstufen zu verringern, etwa um mit einer offeneren Blende arbeiten zu können.

Die AU-EVA1 bietet zudem eine elektronische Bildstabilisierung, um bei der Arbeit aus Hand verwacklungsarme Aufnahmen zu erstellen.

Aufnahme auf SD-Speicherkarten

Das Kameragehäuse der AU-EVA1 hat recht kompakte Maße von 17 cm x  13,5 cm x 13,3 cm und wiegt lediglich 1,2 Kilogramm – ein Leichtgewicht für eine Cinekamera. Die EVA1 zeichnet auf kostengünstige SD-Karten auf. Selbst bei 4K-Auflösung haben die SD-Karten-Aufnahmen ein Farbsampling von 4:2:2. Die genauen Aufnahmeformate möchte Panasonic erst bei Erscheinen der Kamera veröffentlichen. Die AU-EVA1 ist mit zwei professionellen symmetrischen XLR-Mikrofonanschlüssen ausgestattet. Zudem bietet die Cinekamera 4K-fähige Videoausgänge als HDMI und SDI. Ein künftiges Firmware-Update ist bereits geplant, mit dem sich 5,7K RAW-Signale auf externe Recorder ausgeben lassen. Das AU-EVA1-Kameragehäuse soll diesen Herbst für unter 8.000 USD erhältlich sein.

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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