Anzeige

ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel setzt auf Breitbandausbau

0

Auf seiner jährlichen Presseveranstaltung diskutierte der ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel aktuelle Marktthemen – wie die Bedeutung des Breitbandausbaus.

Im Fachverband Satellit & Kabel des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) sind namhafte Hersteller von Kabel- und DVB-Distributionstechnik vertreten, unter anderem ASTRO Strobel, Televes Deutschland, die Teleste GmbH, die Kathrein Werke KG oder GSS Grundig Sat Systems. Herbert Strobel, Vorsitzender des Fachverbands, hob die Bedeutung der Digitalisierung für die Branche hervor. „Treiber der Branche sind die Themen Internet of Things, Industrie 4.0, Smart-TV, die DVB-T2-HD-Einführung, Ultra HD sowie die verstärkte Nachfrage nach Video-on-Demand“, so Strobel. „Grundlage für diese Anwendungen ist ein flächendeckender Breitbandausbau, der auch den Anforderungen hochvernetzter Industriestandorte gerecht wird.“

Kabelnetzbetreiber Vorreiter im Breitbandausbau

Den Breitbandausbau treiben überwiegend die Kabelnetzbetreiber voran – sie versorgen inzwischen fast jeden vierten Haushalt mit schnellem Internet. Im internationalen Vergleich steht Deutschland mit Rang 28 in der OECD-Wertung der Glasfasernationen jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen. „Für uns ist das ein Ansporn, jetzt die richtigen Schritte Richtung Gigabitgesellschaft einzuleiten. Das heißt Förderung des Ausbaus ausschließlich gigabitfähiger Netze und Konzentration der Fördermittel auf die noch nicht zufriedenstellend versorgten ,weißen Flecken‘ auf der Landkarte“, betont Axel Sihn, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands. Zugleich müsse flächendeckend der Aufbau von Gigabit-Anbindungen zu den Funkstationen künftiger 5G-Netze vorangetrieben werden, damit Deutschland bei dieser Zukunftstechnologie einen weltweiten Spitzenrang einnehmen könne.

Funkfrequenzspektrum nicht harmonisiert

Eine weitere Herausforderung stellt die neue Radio Equipment Directive (RED) dar, die für viele Produkte nun erstmals Anwendung findet. Denn noch immer sind für rund ein Drittel aller Produktgruppen keine harmonisierten Normen für die Nutzung des Funkfrequenzspektrums (Art. 3.2 der RED) im EU-Amtsblatt gelistet. Die DVB-T2-HD-Einführung in den Ballungsräumen am 29. März 2017 verlief dagegen aus Sicht des ZVEI überwiegend reibungslos. Der Anteil der in Deutschland verkauften Fernseher, die mit HEVC- und DVB-T2-HD-Tuner ausgestattet sind, erhöhte sich laut GfK Retail & Technology von 46 Prozent (Juli 2016) auf 84 Prozent (Mai 2017). Ein weiteres Schwerpunktthema der Branche ist die Digitalisierung des Hörfunks. Der ZVEI unterstützt den Standard DAB+ und bewertet die Initiative des Digitalradio Boards unter Moderation des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) als wichtiges politisches Signal für den Erfolg des Digitalradios.

Share.

Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

Mehr über meine Dienstleistungen erfahrt ihr auf

Schreibe einen Kommentar