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Jazzclub Moods streamt Konzerte mit 3D-Sound

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Der Züricher Jazzclub Moods streamt Konzerte mit Unterstützung von Sennheiser in 3D-Audio. Mit moods.digital hat der renommierte Jazz Club dafür eigens eine neue Streaming-Plattform geschaffen. Der Digital Concert Club soll sich bereits größter Beliebtheit erfreuen.

Rund 20 Konzerte werden bis Ende Dezember in Ambeo 3D-Audio übertragen. Die Zuhörer erwartet ein immersives, also einhüllendes Hörerlebnis, wie Daniel und Andreas Sennheiser, Co-CEOs
von Sennheiser, und Claudio Cappellari, Co-Direktor des Moods, unterstreichen. Denn das Moods und Sennheiser sind eine Kooperartion eingegangen, um den immersiven Kopfhörerklang zu produzieren. Dabei ist hier kein 3D-Audio im Sinne eines Dolby-Atmos- oder DTS:X-Audioformats zu verstehen, sondern eine binaurale Aufnahme, die bei der Wiedergabe mit einem Kopfhörer einen dreidimensionale Klang entfaltet.

Binauraler Sound mit Neumann KU 100

Ein Neumann-Kunstkopf KU 100 nimmt dabei das Konzert genauso auf, wie es ein Zuschauer vor Ort hören würde. Der Kunstkopf trägt zwei hochwertige Mikrofone in seinen originalgetreu nachgebildeten Ohren, die das Klangbild räumlich-dreidimensional aufnehmen. Diese binaurale Aufnahme trägt alle Rauminformationen in sich, die beim Hören über einen normalen Stereokopfhörer eins zu eins wiedergegeben werden – ein vollkommen natürlicher, durchsichtiger und räumlicher Klang erwartet den Zuhörer auf einem Kopfhörer. Zusätzlich werden weitere Bühnenmikrofone im Mix als Stütze für die einzelnen Instrumente eingesetzt. Sie werden mittels eines Ambeo Plugins klanglich korrekt im Raum platziert.

Moods Digital Concert Club seit 8. September online

Der Moods Digital Concert Club, wie er offenbar in Anlehnung an die Digital Concert Hall (DCH) der Berliner Philharmoniker heißt, ist seit 8. September online. Federführend für das Projekt war Claudio Cappellari, Co-Direktor des Clubs und bereits seit den 90er Jahren im Live-Streaming aktiv. Dabei hatte er bereits Veranstaltungen wie das Montreux Jazz Festival, die AVO Session oder das New Pop Festival gestreamt.

Für das Streaming-Angebot wurde im Zuge eines Umbaus eine eigene Regie im Obergeschoss des Clubs eingerichtet. Diese beinhaltet zwölf ferngesteuerte Kameras und eine zusätzliche Tonregie, denn der Sound soll für das Live-Streaming höheren Ansprüchen genügen und außerdem ja in 3D-Audio gemischt werden. In der vergangenen Saison wurden bereits 60 Konzerte aufgezeichnet. Einige davon, etwa von Seun Kuti, Joe Lovano, Omar Sosa und Shai Maestro, sind bereits aufbereitet und stehen zum Abruf bereit.

Für die kommende Saison möchte das Moods 200 Konzerte aufzeichnen und live streamen. Die Konzerte lassen sich so überall auf der Welt live verfolgen sowie nachträglich abrufen – sowohl am Smart TV wie am PC, Smartphone oder Tablet. Dabei fließen 70 Prozent der Einnahmen an die Musiker und deren Agenturen, während der Club und Plattformbetreiber 30 Prozent allein zur Deckung der Fixkosten durch den technischen Aufwand einbehält. Die Bands können die Aufzeichnungen zudem als Werbematerial verwenden.

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Autor

Jan Fleischmann

Recording, Musikproduktion und Schlagzeug zählen ebenso zu meinen Interessen wie Medientechnik und Broadcast. Nach Stationen bei Tonstudio Zuckerfabrik, R&P Showtechnik & Veranstaltungsservice, SWR, WDR und Axel Springer arbeite ich als freiberuflicher Technikjournalist und Medieningenieur. Dabei biete ich Fachartikel, Produktbeschreibungen und Content-Marketing für Verlage und Unternehmen.

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